Ein durchdachter Finanzplan Catering ist der Schlüssel zum Erfolg. Er hilft Ihnen bei der Finanzierung und gibt Ihnen Sicherheit für die Zukunft. Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit für die Erstellung. Mit einer realistischen Planung und genügend finanziellen Reserven steht Ihrem erfolgreichen Catering-Unternehmen nichts im Weg.
Ein professioneller Finanzplan Catering überzeugt zunächst potenzielle Geldgeber. Darüber hinaus hilft er Ihnen, Ihre Ausgaben im Blick zu behalten. Außerdem zeigt er auf, wann Ihr Unternehmen profitabel wird. Banken und Investoren erwarten eine detaillierte Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben.
Am Anfang steht die Frage: Wie viel Geld brauchen Sie? Die Investitionen für ein Catering-Unternehmen setzen sich aus mehreren Posten zusammen. Dazu gehören die Geschäftsausstattung, Marketingkosten und die Überbrückung laufender Ausgaben.
Typische Investitionen umfassen beispielsweise Küchengeräte wie Kippbratpfannen oder Konvektomaten. Hinzu kommen Kühl- und Tiefkühlzellen sowie Abluftanlagen. Diese Anschaffungen können schnell 50.000 Euro oder mehr kosten. Deshalb sollten Sie einen Puffer von etwa 15 Prozent einplanen. Auch Mietkautionen und Einbauten müssen berücksichtigt werden.
Die Rentabilitätsplanung zeigt, ob Ihr Geschäft langfristig Gewinn abwirft. Dabei stellen Sie Ihre erwarteten Umsätze den geplanten Kosten gegenüber. In der Regel erwirtschaftet ein Catering-Unternehmen im ersten Jahr noch keinen Gewinn. Das ist völlig normal.
Ab dem zweiten oder dritten Jahr sollte sich das Bild jedoch ändern. Ein gut geplantes Catering-Unternehmen kann dann einen Gewinn vor Steuern von über 100.000 Euro erzielen. Voraussetzung dafür ist eine realistische Kalkulation. Der Umsatz kann sich vom ersten auf das dritte Geschäftsjahr um rund 280.000 Euro erhöhen.
Der Liquiditätsplan ist besonders wichtig. Er zeigt Monat für Monat, ob genug Geld auf dem Konto ist. Viele Unternehmen scheitern nämlich nicht an mangelnder Rentabilität. Sie scheitern an fehlender Liquidität.
Planen Sie daher alle Einnahmen und Ausgaben monatsgenau. Berücksichtigen Sie dabei saisonale Schwankungen. Sommerfeste und Weihnachtsfeiern bringen beispielsweise mehr Aufträge als ruhigere Monate. Ein Darlehen mit tilgungsfreien Anfangsjahren kann die Liquidität in der Startphase sichern.
Der Wareneinsatz liegt im Catering-Bereich typischerweise bei etwa 25 Prozent des Umsatzes. Das bedeutet: Von jedem eingenommenen Euro geben Sie 25 Cent für Lebensmittel aus. Dieser Wert kann je nach Konzept variieren.
Die Personalkosten sind oft der größte Posten. Sie umfassen Gehälter, Sozialabgaben und Kosten für Eventpersonal. Rechnen Sie mit einem Puffer von etwa 10 Prozent für zusätzliche Aushilfen.
Neben den Bruttogehältern fallen etwa 25 Prozent Personalnebenkosten an. Diese umfassen Sozialversicherungsbeiträge und weitere Abgaben. Bei wachsendem Geschäft sollten die Gehälter jährlich um etwa 2,5 Prozent steigen, um qualifizierte Mitarbeiter zu halten.
Zu den Fixkosten zählen Miete, Versicherungen und Verwaltungskosten. Diese fallen unabhängig von Ihrer Auftragslage an. Daher müssen Sie sie auch in umsatzschwachen Monaten decken können.
Erstens: Kalkulieren Sie konservativ. Es ist besser, positiv überrascht zu werden als in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.
Zweitens: Berücksichtigen Sie alle Kosten. Vergessen Sie nicht Posten wie Steuerberatung, Versicherungen oder Instandhaltung.
Drittens: Planen Sie Wachstum ein. Ihre Personalkosten werden mit steigenden Umsätzen wachsen. Viertens: Holen Sie sich professionelle Unterstützung. Ein Steuerberater oder Unternehmensberater kann wertvolle Hinweise geben. Ein Puffer von 3 Prozent vom Umsatz für Instandhaltung und unplanmäßige Ausgaben ist empfehlenswert.